
Tomma und ich haben Aprikosenkompott gekocht.
Die Aprikosen waren weich und sonnengelb, die Vanille duftete warm aus dem Topf – und irgendwann nahm Tomma ein paar Lavendelblüten und warf sie einfach dazu.
Einfach so.
Und plötzlich war da dieser Duft.
Süß. Fruchtig. Blumig.
Ein bisschen Sommer im Topf.
Für etwa 4 kleine Gläser: 500 g reife Aprikosen | 1 Vanilleschote | 1–2 EL Zitronensaft | 2 EL Wasser | 1–2 EL Zucker oder Honig, je nach Süße der Aprikosen – wir haben gar nicht gesüsst! | 1 kleine Prise Salz 4–6 frische Lavendelblüten – wirklich nur ein Hauch
Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen. Wer mag, lässt die Haut dran – sie gibt dem Kompott Farbe und Charakter.
Mit Wasser, Zitronensaft, dem ausgekratzten Vanillemark und der Schote in einen Topf geben. Kurz aufkochen und dann bei kleiner Hitze etwa 8–10 Minuten sanft köcheln lassen. Nicht totkochen. Ein paar Aprikosen dürfen zerfallen, andere dürfen noch kleine, weiche Stücke bleiben. Am Ende die Lavendelblüten dazugeben und nur 1–2 Minuten mitziehen lassen. Dann probieren. Vielleicht braucht es noch einen Hauch Süße. Vielleicht nur noch eine kleine Prise Salz.
Die Vanilleschote herausnehmen. Und dann kurz warten.
Denn wenn das Kompott ein wenig abkühlt, wird der Duft noch runder.
Warm schmecken.
Löffel für Löffel.
Oder zu Nudeln mit gerösteten Semmelbröseln.
Oder einfach direkt aus dem Topf.
Diese süße, fruchtige Leckerei, die nach Juni schmeckt. Nach Sonne. Nach klebrigen Fingern. Nach einem Kind, das ein paar Lavendelblüten in den Topf wirft und damit ganz nebenbei ein Rezept verändert.


sf | June 13, 2026