
Diese Pasta widme ich Bologne-sur-Mer.
Salz auf den Lippen. Challenge im Urlaub: die Wohnung nicht verlassen. Bonjour tristesse. Köseliebe. Ungewöhnlich? Aber genau richtig. Einlassen. Die Schönheit im Hässlichen entdecken. Durch Musik in andere Momente versetzen lassen.
Aneinandergeraten, weil alle hungrig sind. Innerhalb kürzester Zeit reißt der Himmel auf. Sonne. Meer. Ein besonderes Geschenk. Französische Musik. Stuck. Große Fenster. Markt. Baguette, Käse. Leben mit Kindern. Daher gebaut das, dankbar. Le monde doucement.
Coming soon
Reminder für mich selbst: Blumenkohl im Ofen rösten – wir immer – Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian – schön knusprig. Ich habe noch Baguettereste gewürfelt und mit Knoblauch und Thymian angeknuspert. Dazu dann diesen herrlich cremigen, leicht säuerlichen, fantastischen Ecume de Wimereux (Käse) zu Nudeln …
Es kommt – vielleicht noch die Gedanken über Melancholie, die kleinen Glitzererinnerungen, Gedanken zu großen Fenstern und bequemen Betten … vielleicht aber auch nicht :-)
Ein melancholischer Mensch ist oft jemand, der Dinge sehr tief empfindet, Stimmungen stark wahrnimmt, zwischen den Zeilen spürt, Schönheit in kleinen, leisen Momenten sieht, viel reflektiert und oft auch sehr kreativ ist. Melancholie hat nichts mit Schwäche zu tun. Es ist eher eine Form von Sensibilität. Vielleicht ist Melancholie die Zärtlichkeit der starken Menschen?
Diese Pasta ist vielleicht seltsam, aber sie passt zu meinem Leben mit den drei Kindern gerade. Gerösteter Blumenkohl und Ecume de Wimereux – sicher auch eine gigantische Tarte.
Manchmal ist alles anders als erwartet. Manchmal muss man das Schöne erst finden, und manchmal zeigt es sich ganz anders, als man denkt. Eine wirkliche Challenge für mich war, einen ganzen Tag nicht die Wohnung zu verlassen. Es war friedlich, ruhig, wunderschön. Durch meine Arbeit am Herz und an den Verletzungen – vielleicht wollte ich in den letzten Jahren immer etwas beweisen oder ausgleichen, es trotzdem möglich machen, und das habe ich auch, aber vielleicht muss ich das jetzt nicht mehr. Das hat mir dieser Tag gezeigt: mich gelehrt. Unspektakulär. Sein. Musik. Kleine Glitzerbotschaften hinterlassen. Es war wundervoll. Ich bin dankbar. Drei Dinge am Abend: was war heute gut?
In diesem Sinne …
Regen gegen die Scheiben, ein Herz schwimmt im Kaffeeschaum. Die kleinen Unvollkommenheiten, die flüchtigen Sonnenstrahlen, das Lachen, das mitten in der Küche ausbricht, die stille Freude, die sich heimlich zwischen die Stunden schleicht. Alles zählt. Alles darf sein. Alles ist genug.




























sf | April 3, 2026